Sicherlich kennt ihr den Microblogging-Dienst “Twitter“. Auch der App Store beinhaltet mittlerweile dutzende Apps, welche auf der Twitter API aufbauen. So z.B. die iPhone App “Audioboo“. Mit dieser App ist es möglich, via iPhone Audioaufnahmen durchzuführen und diese direkt über die App zu twittern.
In der Praxis sieht das folgendermaßen aus:
- Der Nutzer startet die Audioboo App auf dem iPhone
- Der Nutzer startet eine Audioaufnahme
- Der Nutzer wählt einen Titel und Beschreibung für seinen Audioboo
- Der Audioboo wird veröffentlicht und getwittert
Der Tweet beinhaltet in diesem Fall einen Link zu Audioboo.fm, worüber dann die Audioaufnahme abrufbar gemacht wird. Somit kann man anhand des Audioboo Beispiels ziemlich gut erkennen, wieviel Traffic eine “iPhone Only App” für eine Web-Plattform generieren kann. Allerdings muss hierbei berücksichtigt werden, dass Audioboo nur Twitter-Nutzer anspricht. Diese Tatsache schmälert die potentielle Traffic-Performance natürlich enorm. Andererseits ist Twitter natürlich ein Multiplikator für den Audioboo.fm Traffic. Somit sollte sich der Wert wieder relativieren.
Doch wollen wir nun mal den Audioboo Traffic analysieren.
Zunächst sehen wir uns an, wieviele Audioboos pro Tag generiert werden. Dies sind in 24 Stunden gut 600 Stück. Gehen wir also davon aus, dass täglich 500 unique Personen die Audioboo iPhone App nutzen.
Auf der anderen Seite sehen wir uns den Alexa-Chart für Audioboo.fm an. Der Traffic-Reach innerhalb der letzten 7 Tage lag bei 30.000. Anhand meiner “Alexa-Erfahrungen” gehe ich davon aus, dass Audioboo.fm auf gut 5.000 – 8.000 Besucher pro Tag kommen sollte. Das wiederrum bedeutet, dass ein einziger Audioboo im Schnitt 10,8 Visits über Twitter generiert.
Geht man nun davon aus, dass 7,5% der iPhone Nutzer auch aktive Twitter Nutzer sind, so würde dies bedeuten, dass eine für die Allgemeinheit interessante Application (ohne den Faktor Twitter als Multiplikator) gut und gerne 7.000 Nutzer pro Tag aufweisen kann.
Sehr interessante Zahlen…

