Die nächste Generation des Online-Shoppings. Bald online.

Der Betrieb von SevenSnap erfordert eine gewisse Infrastruktur – sowohl personell als auch technisch. Aus diesem Grund kann SevenSnap keinen zeitgleichen weltweiten “Roll-Out” realisieren. Wir werden also etappenweise vorgehen. Zum Start der SevenSnap Application werden wir versuchen neben Deutschland, Österreich und der Schweiz auch die großen Märkte der USA und Kanada zu bedienen.

Ob wir die USA und Canada bereits direkt zum Start der Application “aktivieren” können, steht allerdings noch nicht zu 100% fest. Die SevenSnap Application erfordert eine bestehende Internetverbindung via EDGE, 3G oder W-LAN. Die SevenSnap App kommuniziert hierbei stetig mit den SevenSnap Servern. Gerade hinsichtlich des US-Markt entstehen hier enorme Anforderungen an das Serversystem. Aus diesem Grund überlegen wir aktuell, wie wir unsere Serversysteme aufbauen werden. Ein Thema hierbei ist u.A. eine Cloud-Computing Lösung, welche nach oben hin automatisch skaliert. So wäre es denkbar, dass wir SevenSnap Nutzer aus den USA oder Canada auf ein US Rechenzentrum verweisen und europäische SevenSnap Nutzer auf ein in Deutschland ansässiges Rechenzentrum leiten werden. Der Vorteil: Die Ping-Zeiten, welche für SevenSnap sehr wichtig sind, können um den Faktor 10 optimiert werden.

Welchen konkreten Weg wir nun gehen werden, wird sich wohl erst in der Beta-Phase herauskristalisieren. In jedem Fall muss sichergestellt werden, dass das Serversysten den Ansturm der ersten Tage nach Veröffentlichung der Application standhalten wird.

5 Reaktionen auf "SevenSnap wird in den USA, Kanada, Deutschland, Österreich und der Schweiz starten"

  1. Entschuldige bitte die Kritik, aber es macht auf mich den Eindruck als wüsstest Du nicht wirklich was Du dort schreibst.

    Wenn Ihr über solche fundamentalen Dinge erst in der Beta-Phase nachdenkt, scheint es am Know-How zu fehlen. Immerhin muss die Architektur eine Anwendung darauf ausgelegt sein, auf einem verteilten System (Modewort wäre: Cloud Computing) zu laufen. In (entschuldige) richtigen Projekten ist das Datenaufkommen zwischen Client und Server bekannt, so dass entsprechende Kapazitäten eingeplant werden können.

    Für mich klingt das alles sehr nach Marketing-Bla-Bla.
    Nebenbei gesagt: Die Antwortzeiten per Ping sind nicht wirklich aussagekräftig. Immerhin handelt es sich hier nur um einen Basisindikator für die Infrastruktur. Viel wichtiger sind Rechenzeiten der Anwendung und Antwortzeiten von Datenbanken.

  2. Tobias Hieb sagt:
    am 13.07.2009 um 14:07 Uhr

    TIm, für Kritik brauchst Du Dich nicht zu entschuldigen. Wird doch gerne angenommen.

    Ich denke nicht, dass bei uns von fehlendem Know-How gesprochen werden kann. Die iPhone Developer haben bereits eine Vielzahl an Apps entwickelt – darunter auch Apps für internationale Konzerne, welche nun ihre Präsenz im App Store zeigen.

    Lass mich versuchen die Sachlage zu erklären – ohne das ich viel über das Produkt verrate.

    Die Clients, sprich das iPhone, benötigt alle 1-2 Sekunden einen Sync mit dem Server. Das bedeutet, dass bei 1.000 zeitgleichen Nutzern über 1.000 Requests pro Sekunde an den Server gesendet werden. Natürlich arbeiten wir mit Caching etc. um die Performance des Servers zu optimieren – aber denoch ist dies eine Herausforderung. Gerade dann, wenn sich die Nutzerzahlen eventuell noch weiterhin steigern.

    Das eigentliche Problem sind aber durchaus die Ping-Zeiten. So hast Du nicht selten Pingzeiten von über 200ms von DE -> USA. Daher sprach ich von der Lösung in den USA/Europa jeweils eigene Data-Centers zu nutzen. Um das Ganze aber final zu entscheiden benötigen wir konkrete Erfahrungen – sprich einen Stress-Test. Gerade hinsichtlich der EDGE, 3G und W-LAN Verbindungen muss hier einiges getestet werden. Da kannst Du im Vorfeld keine großartigen Modelle planen.

    Was das Cloud-Computing betrifft:
    Ich habe bereits ein ehemaliges Projekt auf Basis des Cloud-Computings betreiben und damit meine ich jetzt nicht Amazon E2. Daher liegen hier also schon konkrete Erfahrungswerte vor, die wir sicherlich auch für SevenSnap nutzen können.

  3. Tobias, freut mich zu hören das Kritik gerne angenommen wird.

    Ich bin sehr davon überzeugt, dass hier vielleicht doch noch keine konkrekten Erfahrungen vorliegen. Insbesondere das von Dir gennante Beispiel impliziert dies erneut. Die von Dir genannten 1000 Anfragen / Sekunde stellen keine wirkliche Herausforderung an moTobias, freut mich zu hören das Kritik gerne angenommen wird. Ich bin sehr davon überzeugt, dass hier vielleicht doch noch keine konkreten Erfahrungen vorliegen. Insbesondere das von Dir genannte Beispiel impliziert dies erneut. Die von Dir genannten 1000 Anfragen / Sekunde stellen keine wirkliche Herausforderung an moderne Server-Systeme dar. Konkret habe ich hier ein kleines System, welches momentan 1271,08 Anfragen / Sekunde abarbeitet. Dieses System besteht aus zwei Inten Xeon CPUs mit 2,66 Ghz und 2(!) GB Ram. Aktuell arbeitet das System mit einer maximalen Prozessorlast von 40 – 55%. Wie Du anhand der Zahlen sehen kannst, ist hier durchaus noch Platz nach oben, am Ende mit einem kräftigeren Server-System.

    Aber ich schweife ab und möchte Euch natürlich auch nicht zu Nahe treten. Die Entwicklung von iPhone Applikationen hat herzlich wenig mit der Entwicklung von verteilten Anwendungen zu tun, selbst auch dann nicht, wenn die Entwickler mit “internationalen Konzernen” zusammenarbeiten. Aber natürlich sehe ich auch, dass Du sehr von dem Projekt überzeugt bist und daher die Kritik sportlich siehst. Nach der Veröffentlichung werdet ihr dann sehen, ob sich mehr Planung und Know-How vielleicht doch gelohnt hätte. Ich bin gespannt.derne Server-Systeme dar. Konkret habe ich hier ein kleines System, welches momentan 1271,08 Anfragen / Sekunde abarbeitet. Dieses System besteht aus zwei Inten Xeon CPUs mit 2,66 Ghz und 2(!) GB Ram. Aktuell arbeitet das System mit einer maximalen Prozessorlast von 40 – 55%. Wie Du anhand der Zahlen sehen kannst, ist hier durchaus noch Platz nach oben, am Ende mit einem kräftigeren Server-System.

    Aber ich schweife ab und möchte Euch natürlich auch nicht zu Nahe treten. Die Entwicklung von iPhone Applikationen hat herzlich wenig mit der Entwicklung von verteilten Anwendungen zu tun, selbst auch dann nicht, wenn die Entwickler mit “internationalen Konzernen” zusammenarbeiten.

    Aber natürlich sehe ich auch, dass Du sehr von dem Projekt überzeugt bist und daher die Kritik sportlich siehst. Nach der Veröffentlichung werdet ihr dann sehen, ob sich mehr Planung und Know-How vielleicht doch gelohnt hätte. Ich bin gespannt.

  4. Tobias Hieb sagt:
    am 13.07.2009 um 15:55 Uhr

    Hey Tim,

    danke für dein ausführliches Statement.

    Der Vergleich mit Deinem Serversystem hinkt natürlich ein wenig. Es gibt da noch viele weitere Dinge zu berücksichtigen. Zum Beispiel kommt es ja primär darauf an, welche Prozesse ein jeder Request auslöst. Wären das z.B. zahlreiche MySQL Abfragen oder eventuell sogar INSERTS, dann würde bei 2.000+ INSERTS pro Sekunde jeder Server in die Knie gehen. Sprich hier muss es dann in jedem Fall ein Cluster-System sein.

    Ich persönlich finde das MOSSO-Sites System sehr gut. Das werden wir sicherlich auch mal ausprobieren und testen, wie sehr das System in Bezug auf steigende Requests und diverse MySQL Prozesse skaliert.

    Aber weisst Du was?
    Ich glaube ich werde demnächst mal einen Video auf diesem Blog veröffentlichen, in welchem der CTO dann mal genau aufzeigen kann, wo die technischen Herausforderungen liegen :)

    Grüße,
    Tobias

  5. Ich bin auch der Meinung, das es darauf ankommt, was im Hintergrund abläuft. Bei einem Projekt haben wir etwa 15 Server im Cluster betrieben, die Anwendung selbst wurde aber nur von max 500 gleichzeitigen Usern genutzt. Je komplexer die Anwendung ist, desto mehr Prozessorzeit wird beansprucht.

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